Bevor es losgeht, klären wir die wichtigste Grundfrage: Mainland oder Freezone? Entscheidend ist dabei, ob du operativ auf dem Mainland arbeiten willst oder dort sogar eine echte Betriebsstätte brauchst. Für manche Aktivitäten ist eine Mainland-Lizenz übrigens Pflicht. Klassiker sind zum Beispiel touristische Vermietung wie Airbnb, aber auch andere lokal ausgeübte oder stärker regulierte Tätigkeiten. Kurz gesagt: Erst schauen, wo gearbeitet wird, dann gründen.
Klingt banal, ist aber extrem wichtig. In einem persönlichen oder telefonischen Gespräch wird genau festgelegt, welche Tätigkeit wirklich ausgeübt wird. Nicht ungefähr, sondern konkret. Dabei prüfen wir auch, ob Banken diese Aktivität als High-Risk einstufen könnten oder besondere Genehmigungen notwendig sind. Branchen wie Goldhandel, Immobilien, Lebensmittel oder regulierte Dienstleistungen bringen oft zusätzliche Anforderungen mit sich. Außerdem entscheidet die Tätigkeit darüber, welche Freezone überhaupt Sinn macht. Brauchst du ein Lager für internationalen Handel? Dann ist das eine andere Zone als bei einem reinen Online-Business. Und ganz wichtig: Für die spätere Kontoeröffnung ist dieser Schritt Gold wert. High-Risk-Aktivitäten können den Bankprozess unnötig kompliziert oder teuer machen. Offizielle Listen gibt es übrigens nicht; hier zählt Erfahrung und gute Bankkontakte.
Jetzt wird's offiziell. Firmenname, Firmenadresse und Büroform werden festgelegt. Also: echtes Büro, virtuelles Büro oder Flexidesk? Je nachdem, ob es eine Mainland- oder Freezone-Firma ist, gelten hier unterschiedliche Regeln. Für den Antrag braucht man in der Regel Reisepasskopien und Passfotos von Gesellschafter, Geschäftsführer und allen, die später ein Visum bekommen sollen. Je nach Aktivität können noch weitere Unterlagen dazu kommen. Auf dem Mainland läuft der Antrag über die zuständige Behörde, in der Freezone direkt über die jeweilige Freezone. Die Dauer? Sehr unterschiedlich. Manche Freezones sind blitzschnell, teilweise 24 Stunden oder sogar noch schneller. Andere brauchen ein paar Tage. Auch bei der Firmenadresse gibt es alles – von günstigen Flexidesk-Lösungen bis hin zu verpflichteten physischen Büros.
Klingt unspektakulär, aber ist extrem wichtig. Hier wird die Firma bei der Einwanderungsbehörde registriert. Ohne diese Karte gibt es kein Visum. Null, nada. Die Establishment Card wird jährlich erneuert, meist gemeinsam mit der Lizenzverlängerung, und verursacht keinen großen Zusatzaufwand.
Sobald die Firma steht, die Lizenz da ist und die Establishment Card vorliegt, geht's an die Visa. Der eigentliche Visaprozess findet vor Ort in den VAE statt und umfasst den Medical Test sowie den Besuch im Emirates ID Center. Dort werden Fingerabdrücke genommen, Foto und Augenscan gemacht. Das Ergebnis ist die Emirates ID – quasi der Super-Ausweis in den VAE. Ohne die läuft im Alltag nichts: Wohnung mieten, Auto kaufen, Bankkonto eröffnen – alles hängt daran.
Wichtig zu wissen: Es gibt keine Pflicht, ein Firmenkonto in Dubai zu eröffnen. Wenn die Firma zum Beispiel nur als Holding dient und keine Zahlungsströme hat, geht es natürlich auch ohne. In der Praxis braucht aber etwa 99 % der Fälle jede Firma ein Konto. Häufig genutzt werden digitale Banken; alternativ kommen klassische lokale Banken infrage. Dort ist der Prozess meist etwas anspruchsvoller und mehr Unterlagen und genauere Prüfungen werden verlangt.
Nicht sexy, aber wichtig. Nach der Gründung geht's natürlich weiter. Pflicht ist die Registrierung bei den Steuerbehörden. In den VAE gibt es 9 % Körperschaftssteuer und die Registrierung ist verpflichtend – auch ohne Gewinn, sonst wird's schnell teuer. Ab einem bestimmten Umsatz kommt die Mehrwertsteuer dazu; in manchen Fällen kann man auch eine VAT-Exception beantragen. Dazu kommt die Buchhaltung und die jährliche Verlängerung der Firmenlizenz und der Establishment Card. Alles machbar, solange man es von Anfang an sauber aufsetzt.
Eine Firmengründung in Dubai ist kein Hexenwerk, aber eben auch kein IKEA-Regal mit einer Anleitung auf zwei Seiten. Wenn man von Anfang an weiß, was man tut, wo man es tut und warum, dann ist der ganze Prozess gut planbar, überschaubar und deutlich entspannter als viele denken. Wichtig ist einfach, die richtigen Fragen vor der Gründung zu stellen, nicht erst danach. Das spart Zeit, Geld und vor allem Nerven. Und ja, es ist fast immer günstiger, es gleich richtig zu machen, als später irgendwas nachzubessern.
Wenn du dir jetzt unsicher bist, welche Struktur für dich die richtige ist – kein Stress. Genau dafür gibt es Beratung und genau dafür sind wir da. Also: erst nachdenken, dann gründen und Dubai genießen!
PLATINUM-PARTNER 2024
EmiratesSetup ist autorisierter Partner der International Freezone Authority. Als eine von nur 9 Agenturen insgesamt und als einzige deutsch-sprachige Agentur wurden wir nun als Platinum-Partner 2024 ausgezeichnet, was unsere erstklassigen Leistungen der letzten Jahre nochmals unterstreicht.
Mit mittlerweile weit über 1.000 gegründeten Firmen sind wir die echte Nummer 1 Agentur und deutscher Marktführer für Firmengründungen in Dubai, top bewertet und mit 100% Weiterempfehlung unserer Kunden.