Was Sie wirklich wissen müssen

Firma in Dubai gründen – Wohnsitz Deutschland

Zwei Fragen hören wir in der Beratung regelmäßig – fast täglich:

  • Kann ich als Deutscher eine Firma in Dubai gründen, ohne dort einen Wohnsitz zu haben?
  • Kann ich eine Firma in Dubai gründen und meinen Wohnsitz in Deutschland behalten?


Die kurze Antwort auf beide Fragen lautet: Ja. Und die längere Antwort lautet: Ja – aber nur mit sauberer Planung. Wer das ohne spezialisierte Beratung angeht, tappt schnell in steuerliche Fallen, die im Nachhinein teuer werden. Deswegen erklären wir hier, worauf es wirklich ankommt.

Wichtiger Hinweis vorab: Verlassen Sie sich in diesem Bereich bitte nicht auf Halbwissen aus sozialen Medien. Die steuerrechtliche Lage für deutsche Staatsbürger ist komplex. Nur spezialisierte Steuerberater können hier echte Rechtssicherheit bieten – ein Netzwerk, das wir unseren Kunden direkt zur Verfügung stellen.


1. Unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland

Deutschland kennt das sogenannte Welteinkommensprinzip. Das bedeutet: Wer in Deutschland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, muss sein gesamtes weltweites Einkommen in Deutschland versteuern – also auch die Gewinne einer Firma in Dubai. Das ist der Ausgangspunkt, von dem aus alles weitere bewertet werden muss.


2. Wann wird eine Dubai-Firma in Deutschland steuerpflichtig?

Das zentrale Kriterium ist der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung. Gesetzlich verankert in § 10 der Abgabenordnung (AO), definiert als "Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung". Entscheidend ist dabei nicht, wo die Gesellschaft registriert ist – sondern wo die wesentlichen Entscheidungen wirklich getroffen werden.

Szenario A: Geschäftsleitung in Deutschland

Wer die Dubai-Firma von Deutschland aus führt – also das Tagesgeschäft steuert und wesentliche Entscheidungen von dort trifft – den behandelt das deutsche Finanzamt wie eine deutsche Kapitalgesellschaft. Gemäß § 1 Abs. 1 KStG wird dann die unbeschränkte Steuerpflicht ausgelöst, das weltweite Einkommen der Gesellschaft in Deutschland besteuert. Der Ort der Geschäftsleitung gilt nach § 12 Nr. 1 AO zudem automatisch als Betriebsstätte, was zusätzlich die Gewerbesteuerpflicht auslösen kann.

Szenario B: Geschäftsleitung in Dubai

Um eine Besteuerung in Deutschland zu vermeiden, muss die tatsächliche Geschäftsleitung nachweisbar in Dubai liegen. Das bedeutet: Unternehmerische Entscheidungen werden vor Ort getroffen, dokumentiert und belegt. Das kann zum Beispiel durch einen in Dubai ansässigen Geschäftsführer, regelmäßige Geschäftstermine vor Ort und eine sorgfältige Dokumentation der Aktivitäten erreicht werden. Nur wenn weder Sitz noch Geschäftsleitung in Deutschland liegen, entfällt die unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 KStG.

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3. Kein Doppelbesteuerungsabkommen mehr

Das ist ein Punkt, den viele nicht auf dem Schirm haben: Das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und den VAE ist zum 31. Dezember 2021 außer Kraft getreten. Das bedeutet, es gibt keine vertraglichen Regelungen mehr, die eine doppelte Besteuerung von Einkünften automatisch verhindern. Umso wichtiger ist eine saubere Strukturierung von Anfang an.


4. Hinzurechnungsbesteuerung nach § 7 AStG

Das deutsche Außensteuergesetz kennt die sogenannte Hinzurechnungsbesteuerung. Diese greift, wenn eine ausländische Gesellschaft von einem deutschen Steuerpflichtigen beherrscht wird, passive Einkünfte erzielt und diese im Ausland niedrig besteuert werden.

Passive Einkünfte sind zum Beispiel Einkünfte aus Kapitalanlagen, Mieteinnahmen oder Lizenzen. Die Konsequenz: Diese Einkünfte werden der Person in Deutschland persönlich zugerechnet und hier besteuert – selbst dann, wenn sie nicht als Dividende ausgeschüttet wurden.


5. Gewinnausschüttungen und Dividenden

Wer sich Gewinne der Dubai-Firma als Dividenden auszahlen lässt, muss diese in Deutschland als Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuern. Auch das gehört zur ehrlichen Gesamtrechnung dazu.


6. Fazit: Möglich – aber nur mit Substanz

Eine Firmengründung in Dubai bei gleichzeitigem Wohnsitz in Deutschland ist rechtlich machbar. Steuerlich sinnvoll ist sie jedoch nur dann, wenn echte Substanz in den VAE aufgebaut wird. Wer die Steuervorteile Dubais – 0 % Körperschaftsteuer unterhalb der Freigrenzen, 0 % Einkommensteuer – wirklich nutzen möchte, kommt um eine professionelle Strukturierung oder den Schritt zur Auswanderung meist nicht herum.



Das klingt komplizierter als es ist – wenn man die richtigen Partner an der Seite hat. Wir haben in über zehn Jahren vor Ort über 1.500 deutsche Unternehmer durch genau diesen Prozess begleitet. Die Lösung existiert. Man muss sie nur sauber aufsetzen.

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Maximale Diskretion und Datenschutz

Warum gründen trotzdem so viele deutsche Unternehmer in Dubai?

Weil Dubai mehr bietet als Steueroptimierung. Ein entscheidender Faktor, den viele erst im Gespräch entdecken: die Diskretion.

Nicht-öffentliche Register: In den von EmiratesSetup empfohlenen Freezones werden keine öffentlich einsehbaren Firmenregister geführt. Informationen über Gesellschafter und Geschäftsführer sind vor unbefugten Recherchen Dritter geschützt.

Vertrauliche Unternehmensstruktur: Die Stammdaten der Gesellschaft unterliegen strikten Vertraulichkeitsregeln. Eine proaktive Veröffentlichung in öffentliche Datenbanken findet nicht statt.

Sicherer Rahmen für globales Business: Das Ergebnis ist ein modernes, diskretes und gleichzeitig international anerkanntes Unternehmensumfeld – für alle, die Wert auf den Schutz ihrer persönlichen und geschäftlichen Daten legen.

Diese Kombination aus Datenschutz, Steuervorteilen und internationaler Reputation macht Dubai zu einem der attraktivsten Standorte für Gründer weltweit – und das völlig zu Recht.


Sie möchten wissen, wie eine rechtssichere Struktur für Ihre Situation konkret aussehen könnte? Als Platinum-Partner der International Freezone Authority und einzige deutschsprachige Agentur mit über 1.500 gegründeten Firmen kennen wir jeden Schritt dieses Weges.

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Häufige Fragen

Firma in Dubai, Wohnsitz Deutschland: Fragen und Antworten

Die Fragen, die uns zu dieser Konstellation fast täglich gestellt werden – mit den Paragrafen, auf die es ankommt, und ohne Beschönigung. Nutzen Sie die Suche oder filtern Sie nach Themenbereich.

Die Grundfrage

Kann ich eine Firma in Dubai gründen und meinen Wohnsitz in Deutschland behalten?

Ja. Rechtlich ist das möglich – aus Sicht der VAE spricht nichts dagegen, und aus Sicht des deutschen Steuerrechts lässt es sich rechtssicher umsetzen.

Die ehrlichere Antwort lautet: ja, aber nur mit sauberer Planung. Wer das ohne spezialisierte Beratung angeht, tappt in steuerliche Fallen, die im Nachhinein teuer werden. Entscheidend ist nicht, ob es geht, sondern wie die Struktur aufgesetzt ist.

Kann ich als Deutscher in Dubai gründen, ohne dort einen Wohnsitz zu haben?

Ja. Ein Wohnsitz in den VAE ist für die Gründung nicht erforderlich. Je nach Firmenform und Lizenz unterscheiden sich die Bestimmungen im Detail, im Grundsatz können Sie aber gründen, ohne Ihren Lebensmittelpunkt zu verlagern.

Die Fragen, die daraus entstehen, liegen nicht in Dubai, sondern in Deutschland – und genau darum geht es auf dieser Seite.

Was bedeutet das Welteinkommensprinzip für meine Dubai-Firma?

Deutschland besteuert nach dem Welteinkommensprinzip. Wer in Deutschland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, muss sein gesamtes weltweites Einkommen in Deutschland versteuern – also auch Gewinne aus einer Firma in Dubai.

Das ist der Ausgangspunkt, von dem aus alles Weitere bewertet wird. Jede Gestaltung muss sich daran messen lassen, nicht umgekehrt.

Spare ich mit einer Dubai-Firma Steuern, wenn ich in Deutschland wohne?

Nicht automatisch – und genau das ist der Punkt, an dem die meisten Fehlvorstellungen beginnen.

Die Steuervorteile Dubais – 0 % Einkommensteuer, 0 % Körperschaftsteuer unterhalb der Freigrenzen – lassen sich bei gleichzeitigem Wohnsitz in Deutschland nur nutzen, wenn in den VAE echte Substanz entsteht. Ohne diese Substanz greifen deutsche Vorschriften, und der erhoffte Vorteil verschwindet.

Wer wirklich die volle Wirkung will, kommt um eine professionelle Strukturierung oder den Schritt zur Auswanderung meist nicht herum. Das ist unbequem, aber ehrlich.

Ort der Geschäftsleitung

Wann wird eine Dubai-Firma in Deutschland steuerpflichtig?

Das zentrale Kriterium ist der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung. Er ist in § 10 AO verankert und definiert als „Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung".

Entscheidend ist dabei nicht, wo die Gesellschaft registriert ist – sondern wo die wesentlichen Entscheidungen tatsächlich getroffen werden. Ein Eintrag im Freezone-Register sagt darüber nichts aus.

Was passiert, wenn ich die Dubai-Firma von Deutschland aus führe?

Dann behandelt das deutsche Finanzamt sie wie eine deutsche Kapitalgesellschaft. Wer das Tagesgeschäft von Deutschland aus steuert und die wesentlichen Entscheidungen dort trifft, löst nach § 1 Abs. 1 KStG die unbeschränkte Steuerpflicht aus – das weltweite Einkommen der Gesellschaft wird dann in Deutschland besteuert.

Das ist der häufigste und teuerste Fehler: eine Dubai-Lizenz, geführt vom deutschen Schreibtisch aus.
Löst die Geschäftsleitung in Deutschland auch Gewerbesteuer aus?

Sie kann es. Der Ort der Geschäftsleitung gilt nach § 12 Nr. 1 AO automatisch als Betriebsstätte. Damit kommt zur Körperschaftsteuer zusätzlich die Gewerbesteuerpflicht in Betracht.

Es bleibt also nicht bei einer Steuerart – eine falsch aufgesetzte Struktur zieht mehrere nach sich.

Wie weise ich nach, dass die Geschäftsleitung in Dubai liegt?

Nachweisbar heißt: dokumentiert und belegbar, nicht behauptet. Unternehmerische Entscheidungen müssen vor Ort getroffen und festgehalten werden. In der Praxis gehören dazu:

  • ein in Dubai ansässiger Geschäftsführer
  • regelmäßige Geschäftstermine vor Ort
  • eine sorgfältige Dokumentation der Aktivitäten und Beschlüsse

Nur wenn weder Sitz noch Geschäftsleitung in Deutschland liegen, entfällt die unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 KStG.

Zählt es, wo die Firma registriert ist?

Für die deutsche Beurteilung: nein. Die Registrierung in einer Freezone begründet keine steuerliche Abschirmung. Maßgeblich ist allein, wo die geschäftliche Oberleitung tatsächlich stattfindet.

Diese Unterscheidung wird in Beratungsgesprächen regelmäßig unterschätzt – sie ist der Kern des gesamten Themas.

Hinzurechnungsbesteuerung

Was ist die Hinzurechnungsbesteuerung nach § 7 AStG?

Eine Vorschrift des deutschen Außensteuergesetzes, die verhindern soll, dass Einkünfte über niedrig besteuerte Auslandsgesellschaften abgeschirmt werden.

Greift sie, werden die betreffenden Einkünfte der Person in Deutschland persönlich zugerechnet und dort besteuert – auch dann, wenn die Gesellschaft nichts ausgeschüttet hat.

Welche Voraussetzungen müssen für die Hinzurechnungsbesteuerung zusammenkommen?

Drei Bedingungen müssen gemeinsam erfüllt sein:

  • die ausländische Gesellschaft wird von einem deutschen Steuerpflichtigen beherrscht
  • sie erzielt passive Einkünfte
  • diese Einkünfte werden im Ausland niedrig besteuert

Fehlt eine der drei, greift die Vorschrift nicht. Genau dort setzt eine saubere Gestaltung an.

Was sind passive Einkünfte?

Einkünfte, die nicht aus einer echten operativen Tätigkeit stammen. Typische Beispiele sind:

  • Einkünfte aus Kapitalanlagen
  • Mieteinnahmen
  • Lizenzeinnahmen

Eine aktiv tätige Agentur oder ein operativ geführter Handel ist etwas anderes als eine Gesellschaft, die im Wesentlichen Vermögen hält. Die Abgrenzung im Einzelfall gehört in die Hand eines spezialisierten Steuerberaters.

Gilt die VAE-Körperschaftsteuer von 9 % als Niedrigbesteuerung?

Nach der aktuellen Fassung des Gesetzes liegt die Niedrigsteuergrenze bei 15 %. Sie wurde von zuvor 25 % abgesenkt und ist erstmals auf Wirtschaftsjahre der ausländischen Gesellschaft anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2023 enden.

Die VAE-Körperschaftsteuer von 9 % liegt darunter – und erst recht ein Satz von 0 %, wie ihn das Small Business Relief oder der QFZP-Status ermöglichen.

Das bedeutet nicht automatisch Hinzurechnungsbesteuerung. Es bedeutet, dass eine der drei Voraussetzungen regelmäßig erfüllt ist – weshalb die beiden anderen umso sorgfältiger geprüft werden müssen.
Werde ich besteuert, obwohl nichts ausgeschüttet wurde?

Im Anwendungsbereich der Hinzurechnungsbesteuerung: ja. Das ist ihre eigentliche Schärfe. Die passiven Einkünfte werden Ihnen persönlich zugerechnet und in Deutschland besteuert, selbst wenn kein Euro geflossen ist.

Gewinne in der Dubai-Firma stehen zu lassen, löst das Problem also nicht – es verschiebt es nur.

Wie lässt sich die Hinzurechnungsbesteuerung vermeiden?

Indem eine der drei Voraussetzungen nicht erfüllt ist – in der Praxis meist über den Charakter der Einkünfte und über echte wirtschaftliche Substanz in den VAE.

Das ist keine Formsache und keine Vorlage von der Stange. Welche Gestaltung in Ihrem Fall trägt, lässt sich nur anhand Ihrer konkreten Tätigkeit, Beteiligungsstruktur und Einkunftsarten beurteilen.

Wir stellen unseren Kunden dafür ein Netzwerk spezialisierter Steuerberater direkt zur Verfügung. Die Gestaltung selbst gehört in deren Hand, nicht in unsere.

Doppelbesteuerung

Gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den VAE?

Nein. Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist zum 31. Dezember 2021 außer Kraft getreten.

Das ist ein Punkt, den viele nicht auf dem Schirm haben – und er verändert die Ausgangslage grundlegend.

Was bedeutet der Wegfall des DBA konkret?

Es gibt keine vertraglichen Regelungen mehr, die eine doppelte Besteuerung von Einkünften automatisch verhindern. Kein Abkommen verteilt die Besteuerungsrechte, keine Freistellungs- oder Anrechnungsregel greift von selbst.

Umso wichtiger ist eine saubere Strukturierung von Anfang an. Was früher ein Abkommen aufgefangen hätte, muss heute die Gestaltung leisten.

Droht mir eine doppelte Besteuerung?

Grundsätzlich möglich ist sie, ja. Ob sie tatsächlich eintritt, hängt davon ab, wie Ihre Struktur aufgesetzt ist und wo die Geschäftsleitung liegt.

Eine Konstruktion, die in beiden Staaten Anknüpfungspunkte schafft, ohne dass ein Abkommen den Konflikt löst, ist die ungünstigste aller Varianten – und entsteht fast immer ungewollt.

Ausschüttungen

Müssen Dividenden aus Dubai in Deutschland versteuert werden?

Ja. Wer sich Gewinne der Dubai-Firma als Dividende auszahlen lässt, muss diese in Deutschland als Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuern.

Auch das gehört zur ehrlichen Gesamtrechnung: Die Steuerfreiheit auf Ebene der Gesellschaft endet dort, wo das Geld bei Ihnen ankommt.

Was passiert, wenn ich die Gewinne in der Dubai-Firma stehen lasse?

Bei aktiven Einkünften bleibt die Besteuerung zunächst auf Ebene der Gesellschaft – die deutsche Besteuerung entsteht erst mit der Ausschüttung.

Bei passiven Einkünften hilft das Einbehalten dagegen nicht: Über die Hinzurechnungsbesteuerung werden sie Ihnen auch ohne Ausschüttung zugerechnet.

Welche Ihrer Einkünfte als aktiv und welche als passiv gelten, ist die Frage, an der die gesamte Rechnung hängt. Sie gehört geklärt, bevor gegründet wird.

Substanz und Alternativen

Was bedeutet Substanz in den VAE konkret?

Dass die Gesellschaft dort tatsächlich wirtschaftlich stattfindet, statt nur registriert zu sein. In der Praxis sind das Geschäftsführung vor Ort, echte Geschäftstätigkeit, nachvollziehbare Entscheidungswege und eine Dokumentation, die einer Prüfung standhält.

Die Anforderungen steigen mit der Höhe dessen, was Sie an steuerlichem Vorteil beanspruchen. Je mehr Sie nutzen wollen, desto mehr müssen Sie belegen können.

Reicht ein Flexi-Desk als Substanz aus?

Für die Lizenz: ja – jede Firma in Dubai braucht eine registrierte Adresse, und ein Flexi-Desk erfüllt diese Anforderung.

Für die deutsche steuerliche Beurteilung: nein, allein nicht. Eine Adresse begründet keine Geschäftsleitung. Entscheidend bleibt, wo die wesentlichen Entscheidungen getroffen werden und ob sich das belegen lässt.

Was ist der Unterschied zwischen Auswandern und einer Struktur mit Substanz?

Beim Wegzug endet die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland – damit entfallen Welteinkommensprinzip und Hinzurechnungsbesteuerung als Dauerthema. Dafür stellen sich die Fragen des Wegzugs selbst.

Bei der Struktur mit Substanz bleibt der Wohnsitz in Deutschland bestehen; die Abschirmung muss dann durch die Gestaltung erreicht werden – und zwar dauerhaft und nachweisbar.

Welcher Weg für Sie trägt, hängt von Ihrer Lebenssituation ab, nicht nur von der Steuerrechnung.

Für wen lohnt sich die Konstruktion trotzdem?

Für Unternehmer, die ohnehin international arbeiten, einen Teil ihrer Tätigkeit glaubhaft in die VAE verlagern können und bereit sind, dafür echte Substanz aufzubauen.

Nicht lohnen wird sie sich für den, der eine Lizenz als Abkürzung versteht und sein Geschäft unverändert vom deutschen Schreibtisch aus weiterführt.

Was kostet mich eine falsche Strukturierung?

Im ungünstigsten Fall die Besteuerung des weltweiten Gesellschaftseinkommens in Deutschland, dazu Gewerbesteuer über die angenommene Betriebsstätte, Nachzahlungen für zurückliegende Jahre und Zinsen.

Die Kosten einer sauberen Gestaltung vorab liegen regelmäßig weit darunter. Es ist eine der wenigen Stellen, an denen Sparen sicher teurer wird.

Wegzug und Steuerwohnsitz

Was ist die Wegzugsbesteuerung – und betrifft sie mich?

Die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG greift nicht, solange Sie in Deutschland wohnen bleiben. Sie wird erst zum Thema, wenn Sie Ihren Wohnsitz tatsächlich verlegen.

Dann besteuert sie die stillen Reserven in Ihren Beteiligungen, als hätten Sie diese im Moment des Wegzugs verkauft – ohne dass Geld geflossen ist.

Wer eine Dubai-Struktur aufbaut und einen späteren Umzug zumindest für möglich hält, sollte diesen Punkt von Anfang an mitdenken. Nachträglich lässt sich daran wenig ändern.
Wie verlege ich meinen Steuerwohnsitz nach Dubai?

Nicht durch eine Anmeldung in den VAE, sondern durch die Aufgabe der Anknüpfungspunkte in Deutschland: Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt müssen tatsächlich enden.

Eine Wohnung, die weiterhin jederzeit nutzbar bleibt, kann die unbeschränkte Steuerpflicht fortbestehen lassen – unabhängig davon, wie viele Tage Sie sich in Dubai aufhalten und welches Visum Sie besitzen.

Ein VAE-Residence-Visa beendet für sich genommen keine deutsche Steuerpflicht. Diese Verwechslung ist verbreitet und folgenreich.
Beendet ein Residence Visa meine Steuerpflicht in Deutschland?

Nein. Das Visum regelt Ihren Aufenthaltsstatus in den Emiraten – mehr nicht. Ob Sie in Deutschland steuerpflichtig bleiben, entscheidet allein deutsches Recht anhand von Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt.

Beides sind getrennte Ebenen, die regelmäßig miteinander verwechselt werden.

Diskretion und Datenschutz

Sind Firmenregister in Dubai öffentlich einsehbar?

In den von uns empfohlenen Freezones werden keine öffentlich einsehbaren Firmenregister geführt. Informationen über Gesellschafter und Geschäftsführer sind vor Recherchen unbefugter Dritter geschützt.

Für viele Unternehmer ist das ein Faktor, den sie erst im Gespräch entdecken – und der neben den steuerlichen Fragen eigenständig zählt.

Werden meine Unternehmensdaten veröffentlicht?

Nein. Die Stammdaten der Gesellschaft unterliegen strikten Vertraulichkeitsregeln, eine proaktive Veröffentlichung in öffentliche Datenbanken findet nicht statt.

Das Ergebnis ist ein diskretes und zugleich international anerkanntes Unternehmensumfeld – kein rechtsfreier Raum, sondern ein anderer Umgang mit Daten.

Ersetzt Diskretion die Steuererklärung in Deutschland?

Nein – und diesen Satz schreiben wir bewusst deutlich. Nicht-öffentliche Register sind ein Datenschutzmerkmal, keine steuerliche Gestaltung.

Wer in Deutschland steuerpflichtig ist, bleibt dort erklärungspflichtig. Wir beraten ausschließlich auf legaler Grundlage und begleiten keine Konstruktionen, die auf Nichterklären setzen.

Beratung und nächste Schritte

Beraten Sie mich auch steuerlich?

Wir setzen die Struktur in den VAE auf und kennen die Anforderungen beider Seiten. Die steuerrechtliche Beurteilung für Deutschland gehört jedoch in die Hand spezialisierter Steuerberater – nur sie können hier echte Rechtssicherheit bieten.

Genau dafür stellen wir unseren Kunden ein eingespieltes Netzwerk direkt zur Verfügung, statt Sie damit allein zu lassen.

Warum sollte ich mich nicht auf Informationen aus sozialen Medien verlassen?

Weil die steuerrechtliche Lage für deutsche Staatsbürger komplex ist und die Verkürzungen, die in kurzen Videos funktionieren, im Einzelfall meist nicht tragen.

Was dort als allgemeingültige Lösung präsentiert wird, hängt in Wahrheit an Einkunftsart, Beteiligungsstruktur, Geschäftsleitung und Substanz. Fehlt einer dieser Punkte, kippt die ganze Rechnung.

Was passiert im Experten-Check?

Wir klären, wie eine rechtssichere Struktur für Ihre konkrete Situation aussehen könnte: welche Einkünfte Sie erzielen, wo die Geschäftsleitung realistisch liegen kann, welche Substanz dafür nötig ist – und ob der Weg sich für Sie überhaupt rechnet.

Wenn er sich nicht rechnet, sagen wir Ihnen das. In über zehn Jahren vor Ort haben wir mehr als 1.500 deutschsprachige Unternehmer durch genau diesen Prozess begleitet.

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Wie sähe eine rechtssichere Struktur für Ihre Situation aus?

Jede Konstellation ist anders – Einkunftsart, Beteiligungen, Geschäftsleitung. Schildern Sie uns kurz Ihr Vorhaben, und wir sagen Ihnen ehrlich, was trägt und was nicht. Kostenlos und unverbindlich.

Über 10 Jahre in den VAE 1.500+ Firmengründungen Netzwerk spezialisierter Steuerberater

Die Angaben dienen der Orientierung und stellen keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die steuerrechtliche Beurteilung im Einzelfall obliegt einem spezialisierten Steuerberater; maßgeblich sind die jeweils geltenden Vorschriften und Ihre individuelle Situation. Stand: Oktober 2026.

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PLATINUM-PARTNER 2024

EmiratesSetup ist autorisierter Partner der International Freezone Authority. Als eine von nur 9 Agenturen insgesamt und als einzige deutsch-sprachige Agentur wurden wir 2024 als Platinum-Partner ausgezeichnet, was unsere erstklassigen Leistungen der letzten Jahre nochmals unterstreicht.

Mit mittlerweile weit über 1.500 gegründeten Firmen sind wir die echte Nummer 1 Agentur und deutscher Marktführer für Firmengründungen in Dubai, top bewertet und mit 100% Weiterempfehlung unserer Kunden.